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Programmierung lernen: Warum und wie ich damit anfange

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Programmierung lernen: Ein Selbstversuch

Immer wieder stehe ich im Alltag vor Herausforderungen oder Problemen, die mit Programmierung zu tun haben. Als Projektmanager im Bereich Digitales geht es darum, Web-Entwicklungsprojekte voranzutreiben, Kunden Technologie begreifbar zu machen oder in der Anwendung als Google Certified Individual auch entsprechend Conversion Codes einzubetten, etc. Immer wieder stolpere ich dabei über das Thema Programmierung. Der konkrete Auslöser war allerdings mein lieber Kommilitone Fabe, der im Innovationsblog seines Arbeitgebers von seinem eigenen Vorhaben zu diesem Thema berichtet hat.

Vorwissen: Wie fing alles an?

Natürlich hatte ich so etwas wie Informatik-Unterricht; dort haben wir diverse Grundlagen erlernt. Angefangen hat erstaunlicherweise alles mit der Grundlage verschiedener Office-Anwendungen an (sic!). Was ich damals nicht so wirklich begriffen habe: Selbst durch Excel und die sich in Excel befindlichen Grundbefehle kann man schon viele logische Grundlagen, etwa Wenn-Dann-Verknüpfungen, kennenlernen. Es ging aber weiter: HTML und CSS, damals noch gepaart mit Flash, waren die nächsten Inhalte. Damals passierte meiner heutigen Meinung nach ein Fehler im Informatik-Unterricht an der Schule; wir haben die Arbeit mit dem Dreamweaver gelernt. Das Tool ist machtvoll und hilft möglicherweise beim Organisieren – es ist aber ineffizient und bringt die Programmierlogik in keiner Weise näher an den Anwender. Einzig die Verknüpfungslogik zwischen CSS- und HTML-Dateien sowie der Frames untereinander (ohja, damals waren framebasierte Websites der letzte Schrei) war irgendwie noch nachvollziehbar. Die Arbeit mit HTML oder gar CSS, wie sie wirklich funktioniert und auch zur Anwendung und Entwicklung über klassische h- und a-Tags hinaus arbeitet, fehlte völlig. Dabei habe ich damals in einem design-technisch revolutionären Projekt als Abschlussarbeit eben keine Frame-Website, sondern vielmehr eine auf Tabellen basierende Website gebaut. Das mobile Internet war damals (ca. 2005/2006) noch nicht so populär und auch das div-Tag nicht in meinem Kopf vorhanden. Alles mit Tabellen zu lösen, war daher also schon durchaus innovativ.

Aber auch in der Schule ging es weiter: Visual Basic war die nächste Baustelle; irgendwie ist da aber nie der Funke übergesprungen. Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich keine gute Idee für eine „komplexe“ Anwendung und habe aus diesem Grund eine Anwendung entwickelt, die viele kleinere Anwendungen kombiniert (Taschenrechner, BMI-Rechner, Währungsumrechner, div. Shortlinks) – will man es euphorisch formulieren, was das auch optisch sowas wie der Vorgänger heutiger Smartphone-Displays. Nur mit begrenztem Funktionsumfang, ohne Internet und unfassbar hässlich.

Um aber einen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt auch mit ins Abi nehmen zu können, hat mich der Informatikunterricht auch als schriftliches Fach noch lange begleitet; dort haben wir uns dann mit Python beschäftigen wollen, nehme ich mal an. Rekursive Schleifen, objektorientierte Programmierung, etc. haben mich aber dann ein wenig abgehängt, sodass ich hier Faden und Anschluss verloren habe.

Weitere Entwicklung: Weiter geht’s mit Programmierung

Natürlich ging es dann auch ins Studium; dort habe ich aber was mit Management und Marketing gemacht. Dinge also, mit denen man nicht viel anfangen kann. Erst nach und nach habe ich mich in den Bereich Digitales spezialisiert: Erste Social Media-Präsenzen für kleinere Unternehmen oder meine Hochschule mit aufgebaut, mich aufgrund einer Neigung zum Schreiben mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung auseinandergesetzt, immer mehr Kontakt zu Websites und ähnlichem gehabt. Insbesondere im Bereich SEO hat mir mein fehlendes technisches Wissen im Nachhinein sogar genutzt; schon immer habe ich den rein content-basierten Ansatz verfolgt, Nutzern wirklichen Mehrwert durch eine Website zu bieten. Ich konnte also gar nicht auf mit Keywords vollgestopfte Seiten oder gekaufte Backlinks setzen, was viele, viele SEOs viel Zeit und Geld gekostet hat. Durch die Arbeit in der Agentur haben sich diese Bereiche dann immer stärker herauskristallisiert: Suchmaschinenoptimierung und Werbung, Social Media-Auftritte und eben Websites.

Durch technischen Fortschritt und Entwicklung gab es immer mehr Möglichkeiten – WordPress-Theme-Editoren, kaufbare Themes ohne Ende, auch die Arbeit in mehr oder weniger eleganten Baukästen war immer eine Option. Aber überall dort stößt man an Grenzen, technischer Natur genauso wie darstellerischer oder inhaltlicher Natur. Diese zu lösen, ist nur mit technischem Know-How möglich. In der Business-Welt ist das (fast) kein Problem. Ich kaufe es ein. Freie Web-Entwickler oder auch feste Mitarbeiter machen es möglich. Nichtsdestotrotz geht es aber auch hier immer darum, zu übersetzen – und zu verkaufen. Was benötigt der Kunde, was braucht der Kunde, was ist ihm wichtig, technisch aber nicht aufwendig, was ist technisch aufwendig, aber nicht wichtig. Übersetzer-Aufgaben zu übernehmen, sowohl in die eine wie auch und die andere Richtung, Zusammenhänge zu erklären und optisch wie technisch innovative Lösungen mitzuentwickeln, gelingt jedoch nicht, wenn man keine Ahnung von Technologie und Entwicklung hat.

Aus diesem Grund ist die Erkenntnis gewachsen, möglichst gut möglichst schnell „Entwicklung“ zu lernen, durchaus auch mit dem Ziel, selbst operativ zumindest zu unterstützen. In den folgenden, diesem Thema zugeordneten Blog-Beiträgen, möchte ich euch Lösungen vorstellen, mit denen ich arbeite, von Herausforderungen, Problemen, aber auch Erfolgserlebnissen und Lösungen berichten – und anhand konkreter Aufgabenstellungen hoffentlich mein Praxiswissen erweitern. Ich freue mich immer über euer Feedback, Tipps & Unterstützung.

 

Bildquelle für Titelbild: Samuel Zeller auf Unsplash

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