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Der Einstieg mit Lego Mindstorms EV3 Home Edition
Programmieren lernen mit Spielzeugen für Kinder & Schüler – ein Einstieg
David comment 0 Comments access_time 5 min read

Auch in 2019 verfolge ich das Ziel, weiterhin Programmieren zu lernen. Die größte Herausforderung ist meiner Erfahrung nach mittlerweile einfach ein fehlendes Projekt bzw. eben fehlende Zeit. Kleinigkeiten im Kundenprojekt passe ich problemlos an. Größere Herausforderungen anzugehen, frisst zu viel meiner Zeit und ist damit nicht nur nicht wirtschaftlich, sondern gefährdet gleichzeitig den Erfolg von Projekt und Unternehmen im Gesamten. Welche Optionen, Zugänge und Projekte zu bekommen, habe ich also?

  • Der eigene Blog (WordPress-basiert, ggf. auch auf Basis eines alternativen CMF/CMS). Hier kann ich ein komplettes Design / Layout entwickeln und umsetzen oder ggf. einfach nur ein cooles Layout nachbauen. Das bringt schon mal CSS, HTML, JavaScript und PHP in mein Leben.
  • Der firmeneigene Basteltag, der alle drei Wochen stattfindet. Jedes Teammitglied kann (kundenfremd/fachfremd) einen Tag lange basteln, sich fortbilden oder auch an internen Projekten wie unserem Kicker arbeiten. Das fördert den Wissensaustausch, den Zusammenhalt und soll uns ein Zielprojekt in 2019 ermöglich. Wir wollen ein KI-Projekt umsetzen.
  • Spielzeuge für Zuhause. Dazu gehört Home-Automatisierung in Form von intelligenten Lichtern, Steckdosen aber auch Alexa & Co. Hier sind allerdings eher überschaubare Programmierskills notwendig, da die Anwendersoftware immer besser wird. Bleiben noch echte Spielzeuge.

Hier hat dann der Weihnachtsmann seinen Dienst getan. Mit dem Lego Mindstorms Set EV3 Home Edition habe ich endlich eine echte Grundlage, die zwar immer noch Zeit erfordert, Versuche aber sofort visuell erfahrbar macht. Den Roboter können wir sicherlich auch im Kontext des Basteltags verwenden.

Lego Mindstorms EV3 Home Edition EV3RSTORM (Bildquelle: Lego.com)

Schauen wir uns das Produkt also mal ein wenig genauer an: Bei dem hier für’s Arbeiten vorliegenden Produkt handelt es sich um Lego Mindstorms EV3 Home Edition. Prinzipiell gibt es hier noch eine Alternative zu, die Education Version. Unterscheiden tun sich beide Version ein wenig in der äußeren Anmutung, aber auch an dem Lieferumfang. So hat die Home Edition eine Fernbedienung, die Education Version mehr Sensoren. Die Sensoren machen die Education für das Programmierenlernen an Schulen ein wenig brauchbarer. Dafür ist der Umfang der baubaren Roboter in der Home Edition ein wenig umfangreicherer, was auch mehr Möglichkeiten der Sensor-Nachrüstung bietet.

Unboxing: Der erste Eindruck

Das Geschenk steht schon ewig lange auf dem Wunschzettel; umso größer ist die Freude, wenn man es endlich umsichtig (!) auspacken darf. Auf den ersten Blick fällt auf: Klug, dass die Anleitung durch eine Pappscheibe verstärkt wurde. Schade, wie unfassbar viele Tüten es gibt, die in Ihrer Teile-Bündelung nur eingeschränkt sinnvoll erscheinen. Weder ist zu sehen, dass Teile einer bestimmten Art und Weise gebündelt werden noch Teile, die zu einem bestimmten Roboter gehören. Der einzige, in der Druckanleitung vorhandene Roboter ist der TRACK3R. Mir erschien es sinnvoll, mit diesem Gerät anzufangen. Für diesen Roboter muss ich also alle Tüten öffnen, wie sich im Laufe der Anleitung herausstellt. Die Anleitung selbst Lego-Style sehr gut. Zwar sind hier und da ein genaueres Paar Augen bzw. ein zweites Paar Augen sinnvoll; im Großen und Ganzen gelingt das Zusammenbauen allerdings sehr leicht und gut. Das einzig echte Manko beim Zusammenbauen ist meiner Auffassung nach das sehr schlecht zu öffnende und wieder zu verschließende Batteriefach für die Fernsteuerung. Hier sind die ersten Gehversuche der Standard-Demodatei zu beobachten:

Nach diesem ersten, sehr guten Eindruck, bietet der Roboter zum Glück direkt zwei kleine Demo-Programme. Die können zwar ehrlicherweise nicht viel – der Roboter fährt vor, kann seinen Arm drehen, sich selbst drehen und fährt weiter; immerhin haben wir aber so schon mal die Information darüber, das Gerät korrekt und vollumfänglich zusammengebaut zu haben. Ergänzend hierzu ist es ein guter Test dafür, dass die Motoren funktionieren und auch die Übertragung der Signale via RJ12-Kabel einwandfrei in Takt sind. Bekannt sind mir RJ-Steckverbindungen vor allen Dingen im Kontext von ISDN. Auch die Fernbedienung kann in diesem Kontext getestet werden – und funktioniert ebenfalls ohne Probleme.

Als nächster Schritt geht es also darum, einen ersten und wirklichen Eindruck zur Programmieroberfläche zu erhalten. Im Prinzip gibt es für mich und mein Standard-Set-Up hierfür zwei Möglichkeiten:

  1. iPad-Applikation, hier der Link zum Download,
  2. MacBook-Variante der Programmierumgebung (hier der Link zum Download)

Entschieden habe ich mich aus einem simplen Grund für die MacBook-Variante. Das überwiegend auftauchende Hauptargument für die iPad-Variante war, dass einige (relevante!) Blöcke für die Programmierung fehlen. Mit einem Block ist eine logische Einheit gemeint, welche die Steuerung des Roboters erlaubt. Da es ja aber in erster Linie um die Programmierung gehen soll, ist das natürlich ein absolutes K.O.-Kriterium. Außerdem traue ich der klassischen Kabelverbindung deutlich mehr als Bluetooth- oder WLAN-Connection. Insofern ist auch das ein größerer Vorteil des MacBooks gegenüber dem iPad.

Wie geht’s weiter: Die Programmierumgebung

Nachdem der erste Roboter erfolgreich gebaut ist, ist der nächste logische Schritt der Umgang und die Einführung in die oben bereits zitierte Desktop-Umgebung für das MacBook. Im nächsten Teil erläutere ich daher erste Schritte, Pitfalls, Stärken und Schwächen der Umgebung.

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